…und raus bist Du. Ein Rückblick.
Monday, November 24th, 2008Bevor ich wieder über unser Projekt schreibe, ersteinmal ein kleiner Rückblick.
Am Anfang war die Idee, ein Haus zu bauen. Da wir beide soetwas selbst nicht können, muss halt eine Firma das Haus bauen. Doch welche? Und was für ein Haus? Unser Gehirnsturm (Brainstorming) ergab folgendes:
1) Das Haus soll einen Keller haben. Dort soll der HWR rein und Platz sein, um Bücher, Winterklamotten, Gäste und ähnliches zu verstauen.
2) Fertig- oder Massivhaus? Eigentlich bei der heutigen Qualität egal.
3) Preisgrenze: Etwas Eigenkapital ist vorhanden. Die Kreditrate sollte so gewählt sein, dass sie eine gewisse Zeit von einem von uns alleine getragen werden kann. Sie wird etwas höher sein als unsere bisherige Miete. Es gibt einige Programme im Internet, die aus diesen Angaben eine Kreditsumme errechnen können.
4) Musterhäuser, Musterhäuser, Musterhäuser.
5) Und wo ist das Grundstück? Kandidaten waren: Nord-Berlin (Frohnau, Karow,…) oder Falkensee, Dallgow, Kladow, Gatow.
Als nächstes haben wir innerhalb von 12 Monaten einige Male die Musterhausausstellung in Königs Wusterhausen besucht. Dort gab es einige Häuser die uns gut gefallen haben. Preislich und vom Angebot gefielen uns die Häuser von Okal sehr gut.
Auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch in Wolfsburg sah ich zufällig die Werbung von Viebrock-Haus. Also haben wir uns auch diese angeguckt. Sehr viel Hübsches, preislich allerdings etwas höher.
Wieder ein paar Monate später hatten wir ein Gespräch bei Okal. Vielleicht lag es an dem Vertreter, aber die Firma erschien auf einmal richtig unsympatisch. So wurde uns bei dem Keller erklärt, dass in Berlin und Brandenburg grundsätzlich keine Sicherung gegen Außen-/ Grundwasser nötig wäre. Komischerweise haben wir überall genau das Gegenteil gelesen. Auch sonst machte der Herr eher den Eindruck eines Teppichverkäufers. Auf dieser Basis konnten wir uns einen Hausbau nicht vorstellen.
Wieder später. Wir wollten gerade zum dritten mal die Musterhäuser von Viebrock in Netzen besuchen, als wir feststellten, dass Viebrock dort garnicht mehr war. Auf einmal stand dort Bauunion 1905. Die Nachfrage ergab, dass sie schon vorher die Häuser von Viebrock in Ostdeutschland gebaut hatten und dies nun selber taten.
Das Hausangebot bleib im eigentlich gleich, nur die Namen hatten sich geändert. Aus Raider wird jetzt Twix und aus Maxim 350 wird K400. Aber sonst ändert sich nichts.
Nach einigen weiteren Besuchen von diversen Musterhäusern (ScanHaus, Bien Zenker, Okal, Kampa, Lechner, Maaske, Liese) wollten wir nun doch mal BauUnion genauer beschnuppern.
Das erste Gespräch über Finanzen und Bau war wirklich freundlich und produktiv.
Nach einigen weiteren Monaten und weiteren Besuchen stand fest: Mit denen wollen wir bauen. Also ließen wir uns unser Traumhaus mal zusammenrechnen, fielen vom Stuhl, strichen ein paar Sachen zusammen und hatten einen Plan.
Fehlten noch Grundstück und Finanzierung. Beim Grundstück blieben Gatow, Kladow, Falkensee oder Dallgow übrig. So schön Kladow und Gatow auch sind: Wenn man in Tiergarten und Weissensee arbeitet, und keine S-Bahn oder U-Bahn vor der Tür ist, fährt man ewig. Und mit dem Auto zur Arbeit fahren muss ja nicht sein, oder?
Blieben Falkensee und Dallgow. Einige Grundstücksbesuche später stand fest: Es soll Dallgow werden. Im Neubaugebiet Neu Döberitz gab es freie Grundstücke, die einigermaßen bezahlbar, voll erschlossen und verkehrsgünstig (und doch ruhig) sind. Als die Grundstücksgesellschaft noch anbot, die Grunderwerbssteuer zu übernehmen, wurde es Zeit….
Doch etwas fehlt noch: Geld. Woher nehmen und nicht stehlen?
Meine Schwester hatte als Kind einmal gesagt: „Du Papa, wenn Du kein Geld hast, musst Du doch nur zur Bank gehen. Die haben doch immer Geld.“
Also kramte ich einmal in den Tiefen meiner einstigen Bankkaufmannausbildung und führte einige Telefonate mit Bekannten, die noch in der Branche arbeiten. So langsam fielen mir wieder Dinge ein, auf die man achten sollte: Zins- und Tilgungssatz, Möglichkeiten zu Sondertilgungen, Tilgungswechsel, Auflassungsvormerkung, Bereitstellungszinsen…Muahhhhh! War die Ausbildung doch mal etwas wert.
Die Wahl der Bank sollte nach dem Muster erfolgen: Hausbanken, ein bis zwei große Banken, ein bis zwei Internetbanken.
Da wir beide persönliche Ansprechpartner solch einer großen Sache haben wollten, fielen Internetbanken weg, auch wenn man dadurch eventuell etwas weniger bezahlt.
Die Angebote der Großbanken nahmen sich inhaltlich und vom Zinssatz eigentlich nichts. Bleiben die Hausbanken. Bei einer unserer Hausbanken haben wir schon eine Immobilienfinanzierung laufen und nur gute Erfahrungen gemacht. Auch meine Schwiegereltern haben dort finanziert.
Es folgten einige Gespräche. Dann wurden wir von der Finanzkrise erwischt. Allerdings im positiven Sinne: Unter 5 Prozent Zinsen bei einer Zinsfestschreibung von 25 Jahren. Das gab es schon länger nicht mehr. Kaum zu toppen.
Und so kamen sie zusammen: Haus, Grundstück und Geld.
Soweit der Blick zurück.
Jetzt geht’s los!
Jetzt geht’s los!
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