Archive for December, 2008

Eine Garage soll her

Sunday, December 21st, 2008

Wenn man schon ein Häusle baut, dann sollte auch das Autochen etwas zum unterschlüpfen haben.
Die Suche nach der richtigen Unterkunft ist dabei fast so komplex wie die Suche nach dem Menschenhaus.

Es gibt Carports und Garagen.
Carports sind an den Seiten offen, bieten somit “nur” Schutz von oben und eine tolle Einsicht.
Dann lieber eine Garage. Da können wir noch Sommer-/ Winterreifen, Fahrräder und die Vespa unterbringen.
Ein Blick durch die Garagenlandschaft verlangt schon wieder Entscheidungen. Es geht noch nicht mal um den Anbieter, sondern um die Garagenart: gemauert, Beton oder Stahl?

Ein Beratungsgespräch, zu dem wir einen Mitarbeiter der Garagenzentrale.de eingeladen hatten, erleuchtete uns:
Einen gemauerte Garage ist individuell in Größe und Form erhältlich. Allerdings zu einem Preis, zu dem man schon fast eine zusätzliche Etage im Haus bauen könnte.
Betongaragen sind in festgelegten Größen erhältlich und werden am Stück geliefert. Ich stelle mir gerade vor, wie eine Zwanzigtonnengarage an einem Kran in unseren Garten gesetzt wird. Vorteil ist hier die Stabilität über eine lange Zeit und die vielfältige Möglichkeit, Außenverkleidung anzubringen. Der Nachteil ist, dass beim Transport Risse entstehen können, die später weiterreißen. Zudem kann die Form nicht individuell angepaßt werden.
Stahlgaragen werden vor Ort zusammengesetzt und können nach eigenem Wunsch gebaut werden. Sie sehen nicht mehr wie früher wie eine Wellblechhütte aus, sondern können mit einer Oberfläche in “normaler” Optik gebaut werden. Bei vernünftig behandelten Stahl halten sie auch lange.

Und nach Abwägung aller Fakten wird es bei uns eine Stahlgarage werden.

Somit kann das Autochen nachts gut schlafen. Oh. Und wer das Auto nachts in seiner Garage parkt, zahlt weniger Versicherung. Nach schätzungsweise dreihundert Jahren haben wir dann den Preis für die Garage wieder raus.

Nachtrag: Das hier sieht dann natürlich richtig cool aus…

Sie haben Post !

Sunday, December 21st, 2008

Es vergeht inzwischen kein Tag mehr, an dem nicht irgend ein Schreiben im Briefkasten liegt, das etwas mit unserem Bauvorhaben zu tun hat.
Von BauUnion schrieben uns Leute an, von denen wir noch nie etwas gehört hatten. Ein Gespräch in Netzen bringt Licht in die Sache: Bauleiter und Organisation sind inzwischen tätig und -passend zu Weihnachtszeit- legen ein wichtelmäßiges Tempo hin, wenn es um die Erledigung und Planung geht. Ich bin froh, dass wir diese Dinge nicht selbst anleiern müssen. Ich wüsste garnicht, wo ich anfangen sollte.

Für große Freude haben auch die gebührenpflichtigen Schriftstücke gesorgt, die bei uns eintreffen:
Der Bürgermeister von Dallgow-Döberitz läßt uns einen Brief zukommen: Es ist nicht etwa ein Willkommensschreiben. Nein, es ist der Gebührenbescheid für das Negativzeugnis (Verzichtserklärung der Gemeinde zum gesetzlichen Vorkaufsrecht). Das fängt ja gut an. Herzlich willkommen in Ihrer neuen Heimat.

Doch die Gemeinde ist nicht alleine: Auch das Landesumweltamt Brandenburg hat uns freundlicherweise ein Negativzeugnis ausgestellt. Auch die wollen unser Grundstück nicht kaufen. Diese Information ist natürlich gebührenpflichtig. Seufz.
Hoffentlich kommen der Kleintierzüchterverein Hamburg-Altona und die Frau Smith aus Dubuque, Iowa, USA nicht auch noch auf die Idee, dass sie unser Grundstück nicht kaufen wollen. Sonst können wir uns bald nicht mal mehr die Fahrkarte nach Dallgow leisten.

Es gibt aber auch Post, die -zunächst- nichts kostet, sondern nur Kontrolle und Arbeit erfordert:
Lagepläne, Verträge, Bauzeichnungen, Angebote für Garagen, Terminvereinbarungen vom Notar…Und immer dicke DIN A4 Umschläge. Jeden Tag eine neue Überraschung. Und von Emails rede ich noch gar nicht.

Das einzige was fehlt ist der Kamin-Katalog, den ich vor fünf Wochen bestellt habe.

“Bitte unterschreiben Sie hier und hier und hier und hier und…

Sunday, December 21st, 2008

Eine Unterschrift unter einem Dokument soll eigentlich ein Nachweis dafür sein, dass eine bestimmte Person es verfasst hat oder mit dem Inhalt einverstanden ist. Dazu sollte sich die Unterschrift nicht verändern und stets gelich aussehen. Soweit die Theorie.

Blicke ich auf die letzten Tage zurück, so habe ich bestimmt etliche Kilometer Unterschrift geleistet:

3 x 4 auf Kreditverträgen
3 x 4 auf der neuen Version der Kreditvertäge
3 x 4 auf Zwischenfinanzierungsanträgen
2 x 2 auf Kontoeröffnungsanträgen
2 x 1 auf Belehrungen
3 x 1 auf Schufaerklärungen
4 x 4 auf Bauantragsverfahren
3 x 2 auf Bauzeichnungen
2 x 2 auf Bauverträgen
2 x 3 x 2 auf Vollmachten für Behördengänge
2 x 2 auf Schriftstücken für Vermessungen
3 x 1 bei Briefverkehr
2 x 1 auf Abnahmeprotokollen zur Grundstücksbegehung

Macht in der Summe 88 Unterschriften. Und ich habe den Eindruck, sie sehen alle unterschiedlich aus.

Hin und her und ab die Post

Friday, December 5th, 2008

Ich hatte im Rahmen der Finanzierung versucht, alle denkbaren Ausgaben zu berücksichtigen. Jetzt merke ich, dass ein Posten fehlt: Porto und Verpackung.

Nachdem wir letzte Woche unsere Darlehnsanträge zurück an die Bank geschickt haben (Einschreiben, Rückschein, Großbrief: EUR 5,60) , hoffte ich, dass wir die von der Bank unterschriebenen Vertäge nun bald in den Händen halten würden. Gestern bekam ich nun einen Anruf von unserem Berater, Herrn H. von der Volksbank: Er würde uns gerne neue Verträge zuschicken. “Oopps, haben wir falsch unterschrieben? Kann da Grundstück doch nicht so hoch beliehen werden?” dachte ich.
Falsch gedacht. Die Kreditzinsen sind gerade noch einmal gefallen. Wir lägen jetzt bei 4,59% für 25 Jahre. Ob wir das in neuen Verträgen nicht noch ändern wollen? Aber sicher! Kurzes Nachrechnen verriet mir, dass dadurch unsere Rate um über EUR 60,00 im Monat sinkt. Nett!

Hierbei sehe ich persönlich übrigens klar einen Vorteil, wenn man nicht bei einer “anonymen” Onlinebank ist, sodnern mit dem Berater schon mal ein Wasser getrunken hat. Vielen Dank dafür.

Für uns heißt das: Wieder zur Post und gemütlich vorweihnachtlich Schlange stehen.

Und ab dafür!